„Imkerei jetzt“ – Start-Up für Neuimker

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Katharina Löschnig ist eine Pionierin. Die junge Frau ist die Erste, die über das Projekt „Imkerei jetzt“ zur Imkerin ausgebildet wurde – und sie hat sich dazu entschlossen, auch weiterhin mit ihren Bienenvölkern zu arbeiten. Dabei geht es ihr um weit mehr als "nur" um das Produzieren von Honig, der zu den ältesten und wichtigsten Lebensmitteln der Menschheit gehört.

Denn die Imkerei, das Hegen und Pflegen von Bienenvölker ist eine Arbeit, die heutzutage wichtiger ist denn je. Schon Einstein warnte, dass die Menschheit nur noch vier Jahre überleben werde, sollten die Bienen einmal aussterben – denn wer würde sonst die Bestäubung der vielen Blumen, Kräuter und Früchte übernehmen, die letztendlich auf unseren Tellern landen? Gerade in einer traditionellen Obstbauregion wie dem Bodenseegebiet ist man auf die „Mitarbeit“ der geflügelten Helfer besonders angewiesen; ein Grund mehr, sich mit besonderer Sorgfalt um deren Wohlergehen zu kümmern.
Denn nicht nur eingeschleppte Schädlinge und der ungehemmte Einsatz von Pestiziden in der Agrar-Industrie machen den Bienen das Leben schwer, auch der altehrwürdige Beruf des Imkers geriet in den letzten Jahrzehnten schon beinahe in Vergessenheit.

Um dem entgegenzuwirken, hat die ALLMENDA Social Business eG, gemeinsam mit dem Vorarlberger Imkerverband und unterstützt von der Raiffeisenbank Vorarlberg, ein Modell entwickelt um Interessierten einen möglichst einfachen Einstieg in die Imkerei bieten zu können.

Vorbild war dabei das Beispiel von „Imkern auf Probe“, das sich in Deutschland seit einiger Zeit erfolgreich etabliert hat. Dabei werden Interessierten, die sich als Imker versuchen möchten, die nötigen Arbeitsmittel – Arbeitskleidung, Utensilien und sogar die Bienenvölker – durch eine genossenschaftlich organisierte Einstiegsfinanzierung für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt.
Wenn man sich nach diesem „Schnupperjahr“ entscheidet, mit der Imkerei weiterzumachen, kann diese Grundausstattung auf verschiedene Art abbezahlt werden: Entweder mit Euro, besser natürlich mit der fairen und nachhaltigen Regionalwährung VTaler oder – idealerweise – sogar mit dem selbst produzierten Honig!

Der Honig wird in diesem Fall von den Imkern abgefüllt (Gläser und Etiketten werden zur Verfügung gestellt) und dann von der ALLMENDA auf eigene Rechnung verkauft. Dieses Modell ermöglicht den unkomplizierten Einstieg in die Imkerei, ohne dass man im Vorfeld eigenes Geld dafür investieren muss.

Und genau dieses Ausbildungsprogramm hat Katharina Löschnig durchlaufen; so konnte sie sich in Ruhe und ohne finanziellen Druck ein Jahr lang das nötige Know-How aneignen und langsam in ihre Aufgabe hineinwachsen. Jetzt produziert die Neuimkerin auf eigene Faust mit ihren Bienenvölkern den ersten Honig, der dann über die ALLMENDA vertrieben wird – natürlich weiterhin tatkräftig unterstützt vom Vorarlberger Imkerverband, der seine Mitglieder stets tatkräftig und mit großer Leidenschaft unterstützt.

Wir von der ALLMENDA wünschen Katharina und allen anderen Neuimkern viel Spaß und Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit und freuen uns schon sehr auf ihren ersten, selbst produzierten Honig!

Doch die Pionierin soll nicht die einzige bleiben: Der Vorarlberger Imkerverband bietet aufgrund des großen Interesses auch dieses Jahr mehrere Ausbildungsmöglichkeiten für interessierte Neuimker an; der nächste Kurs startet bereits am Samstag, dem 14. März, in der Landwirtschaftsschule Götzis.
Genaue Information über diesen Kurs gibt es bei Günther Huber unter der Email-Adresse nellenburg [at] aon.at oder direkt bei ALLEMENDA-Projektleiterin Dorothee Glöckle, Tel.-Nr. +43 (0)664 8555 222, oder info [at] allmenda.com.

ALLMENDA Social Business eG
Bildgasse 10, 6850 Dornbirn, T +43 664 8555 222
info [at] allmenda.com, www.allmenda.com